In Balance älter werden

Das kantonale Aktionsprogramm «in Balance älter werden» hat zum Ziel, die Gesundheit älterer Menschen zu fördern, ihre Selbstbestimmung und Selbstständigkeit zu stärken und damit ihre Lebensqualität zu erhalten und wenn möglich zu verbessern.

Im Rahmen des kantonalen Aktionsprogrammes «in Balance älter werden» werden verschiedene bestehende Projekte weitergeführt. Diese werden durch die neu geschaffene Fachstelle Gesundheit im Alter koordiniert:

  • Der Aufbau weiterer kommunaler Netzwerke für Bewegung und Begegnung im Alter in St.Galler Gemeinden unterstützt. Durch Förderung der Koordination unter den Akteuren und unter Einbezug der älteren Bevölkerung wird eine gezielte Optimierung des Angebots angestrebt.
  • Strukturelle Bewegungsförderung verbessert im öffentlichen Raum, auf Plätzen und Strassen, die Rahmenbedingungen für körperliche Aktivitäten - gerade für ältere Menschen. Das Projekt «Gemeinde bewegt» soll dahingehend ausgeweitet werden.
  • Nach Abschluss des Pilotprojektes Sturzprävention in der Region Wil/Toggenburg ist geplant, Massnahmen zur Sturzprävention auf weitere Regionen auszuweiten.

In Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen des Amtes für Gesundheitsvorsorge werden im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms auf neue Projekte initiiert:

  • Geplant ist die Förderung gesunder Ernährung im Alter durch Implementierung eines Labels für Mahlzeitendienste.
  • Durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Vernetzung von Akteuren und Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit älteren Menschen arbeiten, soll die psychische Gesundheit im Alter verbessert werden.
  • Mit der Durchführung von Femmes-Tischen zu Bewegung und Ernährung wird die ältere Bevölkerung mit Migrationshintergrund erreicht.

Die Aktivitäten des kantonalen Aktionsprogramms werden entlang einer zu erarbeitenden Strategie in Abstimmung mit dem Amt für Soziales des Departements des Innern ausgerichtet.

Kantonale Tagung «kooperation alter» zum Thema integrierte Altersversorgung

Kantonale Tagung «kooperation alter» zum Thema integrierte Altersversorgung

Am 28. August 2019 fand in Flums die dritte Tagung der «kooperation alter» statt. Verantwortliche aus Gemeinden sowie Vertretende von kantonalen Verbänden und Organisationen im Bereich der Alters- und Gesundheitspolitik diskutierten dabei über integrierte Altersversorgung. Wie können ältere Menschen so lange wie möglich zu Hause leben? Wie gelingt es, alle relevanten Akteurinnen und Akteure auf lokaler Ebene zu vernetzen und zu koordinieren? Diese und weitere Fragen wurden anlässlich der Tagung diskutiert.

Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung

Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung

Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko. Täglich verletzen sich rund 240 ältere Menschen bei Stürzen so stark, dass sie zum Arzt oder ins Spital müssen. Das Projekt «Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung» unter dem Vorsitz des Kantons St.Gallen möchte die Lebensqualität und Autonomie von älteren Menschen erhöhen und die sturzbedingte Morbidität und Mortalität senken. Dazu soll eine wirksame und effiziente Sturzprävention in der Regelversorgung verankert und die interprofessionelle Zusammenarbeit entlang der gesamten Versorgungskette optimiert werden. Das Projekt wird von Gesundheitsförderung Schweiz im Rahmen des Massnahmenpakets zur Prävention in der Gesundheitsversorgung (PGV) gefördert.

Einsamkeit als Gesundheitsrisiko im Alter

Einsamkeit als Gesundheitsrisiko im Alter

Sozial eingebunden zu sein ist für das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Lebenserwartung von zentraler Bedeutung. Menschen, die gut vernetzt sind und sich selten einsam fühlen, leben länger und sind sowohl körperlich wie auch psychisch gesünder als Menschen, die von sozialer Isolation betroffen sind. Da vor allem ältere Menschen von Vereinsamung betroffen sind und deren Anzahl in den nächsten Jahrzehnten zunimmt, spielt die Förderung der sozialen Teilhabe im Alter in der Gesundheitsförderung und Prävention eine bedeutende Rolle.