St.Galler Bündnis gegen Depression

In der Schweiz sind 350 000 Menschen von einer Depression betroffen, die behandelt werden kann. Weil aber psychische Krankheiten oft tabuisiert und die Betroffenen stigmatisiert werden, bleibt die Behandlung trotz guter Erfolgsaussichten oft aus. Das muss nicht sein. Das St.Galler Bündnis gegen Depression hat das Ziel, mit Information und sachgerechten Angeboten gegen Tabuisierung und Stigmatisierung anzugehen.

Depressive Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffen und der Angehörigen stark. Unbehandelt kann Depression zum Suizid führen. Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten sind wichtig, damit mehr Betroffene adäquat behandelt werden.

Die Bündnis-Botschaften sollen mithelfen, das Tabu zu brechen, Depressionen in all ihren Facetten bekannt zu machen und ermutigen, früh und frei von Scham Unterstützung anzunehmen:

Depression kann jede und jeden treffen.
Depression hat viele Gesichter
D
epression ist behandelbar.

Nach drei Jahren «St.Galler Bündnis gegen Depression» kann der Kanton St.Gallen eine positive Bilanz ziehen: Wie der Abschlussbericht eindrücklich aufzeigt, konnte mit einer Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen, Weiterbildungen, Informations- und Medienarbeit einiges zur Sensibilisierung beigetragen werden.

Da weiterhin viel Handlungsbedarf besteht und die Nachfrage nach Angeboten gross ist, hat der Kanton sein Bündnis im Mai 2015 offiziell in das Nachfolgeengagement im «Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit» überführt:

Ostschweizer Forum

Ostschweizer Forum

Das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit führt die Zusammenarbeit der verschiedenen kantonalen Bündnissen gegen Depression weiter.

News / Aktuelles

«Wahnsinnsnächte» 2015

«Wahnsinnsnächte» 2015

2015 finden anlässlich des Tages der psychischen Gesundheit im Herbst wieder die Wahnsinnsnächte statt - ein Kultur-Engagement zur Sensibilisierung für psychische Gesundheit. Dieses Jahr gehen im Fürstentum Liechtenstein und den Kantonen SG, AR und AI rund 20 Einzelveranstaltungen über die Bühne - Theater, Vorträge, Filme etc. Über kulturelle Veranstaltungen möchten die Wahnsinnsnächte ein breites Publikum ansprechen, über psychische Erkrankungen informieren, die Perspektive der Betroffenen sichtbar machen und so gesellschaftlichen Stigmatisierungen und Tabus entgegenwirken.

www.wahnsinn.li | Programmflyer (als PDF)

«Nach-Urlaubsdepression»

«Nach-Urlaubsdepression»

Der TagesAnzeiger berichtete im August über das «Post-Holidy-Syndrom», auf Deutsch die «Nach-Urlaubsdepression». Es geht um die provokante Frage, ob Ferien überhaupt erholsam sind: Verschiedene Studien konnten zeigen, dass sich Gesundheitszustand und Wohlbefinden bei Antritt der Ferien zwar rasch verbessern, sich mit dem Ende des Urlaubs jedoch ebenso rasch wieder verschlechterten. Teilweise entwickeln Arbeitnehmende nach den Ferien für kurze Zeit sogar Symptome wie bei einer Depression. Der Bericht zitiert verschiedene Studien und Experten und fragt nach Auswegen aus dem «Post-Holidy-Syndrom».

Gut erholt aus den Ferien in die «Depression» (TagesAnzeiger vom 16.08.2015)